Haunting Ground

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Haunting Ground

Beitrag von Koopa_Yoshi am Fr 22 Mai 2015 - 16:01

Haunting Ground ist ein Survival-Horror Game, welches exklusiv für Playstation 2 erschienen ist. Nach einem Autounfall befindet sich die 18 jährige Fiona Belli, die Protagonistin, gefangen in einem großen Schloss. Sie kann aus dem offenen Käfig entkommen und hilft draußen im Garten dem angebundenen Hund Hewie, welcher ihr ab dann treu zur Seite steht.
Das Spielprinzip ist grundsätzlich "Hide & Seek", d.h. man muss weglaufen und sich verstecken. Im großen Schloss gibt es 4 weitere Bewohner, welche nach und nach Fiona und Hewie verfolgen, da sie ihre eigenen Pläne mit der jungen Dame haben. Fionas Ziel ist es, lebend das Haus zu verlassen, dabei kommen ihr auch immer wieder Erinnerungsfetzen an den Unfall hoch, bei dem ihre Eltern verstarben.


  • Der erste Verfolger ist Debilitas, ein riesiger aber zurückgebliebener Mensch, welcher als Gärtner arbeitet. Geistig ist er noch ein Kind und er spielt gerne mit Puppen, aber Fiona scheint viel interessanter für ihn zu sein.
  • Die Maid des Schlosses, Daniella, stellt die zweite Verfolgerin dar. Sie verspürt keinerlei Emotionen und benötigt etwas, das nur Fiona besitzt. Im Spielverlauf erfährt man mehr über sie und ihre Vergangenheit.
  • Nachdem man schon das eine oder andere mal von Riccardo aus gefährlichen Situationen gerettet wurde, entpuppt sich dieser als gefährlicher Gegner Fionas. In Wahrheit wollte er nur selbst an sie herankommen.
  • Lorenzo, der Besitzer des Schlosses, nimmt anfänglich Kontakt per Brief und Telefon zu Fiona auf. Er scheint ein genialer Wissenschaftler zu sein und das Schloss verbirgt dunkle Geheimnisse. Letztendlich ist er der letzte Stalker, natürlich mit einem Ass im Ärmel.

Fiona selbst kann sich nicht verteidigen, dafür steht der Hund Hewie ihr zur Seite. Mit Befehlen kann sie Hewie auffordern die Stalker anzugreifen, aber er erweist sich auch bei Rätseln als sehr nützlich. Im Schloss selbst gibt es sehr viele Räume sowie Versteckmöglichkeiten. Neben dem Lösen von Rätseln hat auch die Musik eine sehr herausragende Rolle. Sie wirkt neben der optisch düsteren Gestaltung sehr bedrückend oder verstörend. Sollte sich ein Stalker in der Nähe befinden, dann verschwindet die Musik. Hört Ihr noch Schritte, dann ist er in unmittelbarer Nähe und hat Euch entdeckt. Nun könnt Ihr davonlaufen an eine sichere Stelle oder eben in ein Versteck. Natürlich kann auch Hewie die Verfolger attackieren, aber das bring euch lediglich etwas Zeit, denn umbringen kann man sie nicht. Verweilt man in einem Versteck (z.B. unter dem Bett, hinter einem Vorhang, in einem Schrank, im Busch oder auch kurzfristig hinter einer Tür), dann bekommt man einen Überblick über die Gegend oder Fionas Ego-Blick. Manchmal entdeckt der Stalker einen und man muss weiterhin fliehen.

Ich lege Euch das Boss-Theme von Daniella ans Herz, welches dem Verfolger-Track auch sehr ähnlich klingt. Jedes Musikstück passt sehr gut zu den Charakteren und da es so wenige Personen im Spiel gibt, erfährt man auch reichlich über diese.



Hier ein Video von allen Musikstücken + Bildern der Stalker sowie Hewie Smile

Ab 0:00 Hewie (Euer Begleiter)
Ab 1:24 Debilitas
Ab 2:37 Daniella
Ab 3:44 Riccardo
Ab 4:35 Lorenzo



Natürlich soll diese Musik einen in Panik versetzen. Bei Haunting Ground gibt es nur ganz selten Stellen, an denen man wirklich sicher ist.

Neben den Lebensleisten für Fiona und Hewie gibt es auch eine Panikleiste, alle 3 sind allerdings unsichtbar. Je höher die Panikleiste ist, desto schwerer lässt sich Fiona kontrollieren. Bei einer Panikattacke, die durch verschiedenes ausgelöst werden kann, hat man sie ein paar Sekunden fast gar nicht im Griff und sie rennt nur noch hin und her. Dies kann zum falschen Zeitpunkt tödlich enden. Diverse Items, die man überall findet, können heilen oder den Stress senken. Bei manchen erfährt auch die Wirkung erst, nachdem man es eingesetzt hat. Verschiedene Kleidungsstücke mit positiven Attributen gibt es natürlich auch.

Im Spiel kann man sehr viele Sequenzen freischalten, indem man z.B. Stalker an eine bestimmte Stelle lockt. Manches kann man bei einem einzigen Spielstand überhaupt nicht sehen, daher kann man das Game ruhig mehrmals durchspielen. Die normale Spielzeit beträgt zwar keine 10 Stunden, Fortgeschrittene so um die 5, aber es gibt wie gesagt reichlich zu entdecken, neue Kostüme für Fiona und Hewie sowie 4 unterschiedliche Enden, welche nur durch bestimmte Bedingungen erzielt werden können. Da es zwar vorherbestimmte Begegnungen mit jedem Stalker gibt, aber man sie oftmals auch einfach so trifft, ist jeder Spielstand einzigartig und es lohnt sich wirklich, es mehrmals zu zocken. Alle 4 Verfolger haben auch unterschiedliche Fähigkeiten, Fiona das Leben zur Hölle zu machen. Diese Fähigkeiten werden von Stalker zu Stalker natürlich ausgeprägter.

Kennt Ihr das Spiel und habt Ihr es selbst vielleicht auch? Was gefällt Euch gut und was eher nicht so?
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Re: Haunting Ground

Beitrag von Koopa_Yoshi am Fr 4 Sep 2015 - 23:39

Ich würde mir das Spiel mal für den PlayStation Network Store wünschen, am besten für PS3 spielbar. Dann könnte ich es auch mal zocken. Zwar ist die Wahrscheinlichkeit hoch, realistisch betrachtet, dass ich bei dem Game ganz schön an meine Grenzen gerate bzw. sie sogar überschritten werden, aber aus reiner Neugier würde ich einfach schon zugreifen.

Bei Slender wird man zwar auch verfolgt, aber hier ist es eine komplett andere Atmosphäre. Man lernt die Verfolger kennen, die Musik wurde passend abgestimmt und teilweise haben die echt krasse Moves drauf. Lediglich Debilitas ist der einzige, welcher eher ungefährlich ist, aber an sich einfach am bedrohlichsten von allen aussieht + die für mich schlimmste Verfolgungsmusik hat. Das macht alle 4 Verfolger in meinen Augen zu einer harten Nuss.

Des Weiteren einfach der Fakt, dass man in einem riesigen Anwesen ist und hinter jeder Tür der Verfolger stehen kann, ist creepy. Das ganze wäre natürlich harmloser, wenn Verstecke immer sicher wären, aber das ist eben nicht der Fall. Je öfter man das gleiche Versteck nutzt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, auch entdeckt zu werden und weiterrennen zu müssen.

Ich persönlich mag Debilitas und Daniella aber schon. Daniella ist diejenige mit der tiefgründigsten Geschichte und mit der man am meisten mitfühlt. Man kann sie schon verstehen, selbst wenn das Handeln von ihr dann doch etwas ausartet. Immerhin ist die Musik die beste Very Happy
Debilitas wirkt als geistig Zurückgebliebener eben unschuldig. Dafür kann er ja an sich nichts. Zudem ist er dann richtig höflich gegenüber Fiona, wenn man den Bosskampf gegen ihn gewonnen hat.

Spoiler:
Und wie er dann beim Ende als einzig Überlebender noch friedlich die Hecke schneidet und Fiona hinterhersieht, zeigt einfach, dass er respektvoll ist und auch dem Anwesen die Treue geschworen hat. Er ist alleine im riesigen Haus, hier kommt wieder das Mitleid hervor, möchte sich aber trotzdem noch kümmern.

Das gilt aber nicht, wenn man ihm beim Bosskampf umbringt! Ja, das geht! Erschlägt man ihn mit dem Kronleuchter, wird er nur verletzt und eben respektvoll. Tritt man ihn ständig und hetzt Hewie auf ihn, fällt er irgendwann tot um. Für die guten Spielenden sollte man ihn aber am Leben lassen, sprich den normalen Weg gehen.
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